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Schisandrabeeren


Eine verwandte Art der Goji Beere ist die Schisandra Beere.
Der botanische Name für Schisandra Beeren lautet: schisandra chinesis.
Schisandragewächse aus der Pflanzenfamilie bezeichnet man als Schisandraceae.
Schisandraceae gehören zu der Ordnung der Sternanisgewächsen. Im Reich der Pflanzen gehören sie zur Abteilung der Gefäßpflanzen. Es sind Bedecktsamer aus der Klasse Magnoliopsida. Die Samen der Schisandra Beeren bezeichnet man auch als chinesische Spaltkörbchen. Bei der schisandra chinesis handelt es sich um eine Kletterpflanze.
Erntezeit der roten Früchte, die an langen Trauben herab hängen, ist der September bis Oktober.
Im zweiten Jahr nach der Anpflanzung blüht sie in rosafarbenen Blüten, die einen herrlichen aromatischen Duft verbreiten. Im selben Jahr trägt sie nach der Blüte die begehrten Früchte. Sie wächst mit der Zeit zu einer winterfesten und mehrjährigen Liane, einer Schlingpflanze heran. Da sie bis 8 Meter groß werden kann, ist es ratsam ihren Wuchs über ein Spalier zu leiten und zu kontrollieren. Am liebsten mag sie es an sonnigen Standorten.

Vorkommen der Schisandra Beeren:

Die Gebiete der Arten der verschiedenen Sternanisgewächse und somit auch der Schisandra Beeren reichen von Sri Lanka über Südostasien bis hin zum Indonesischen Archipel und wiederum von den südöstlichen USA bis nach Mexiko sowie zu den Großen Antillen.
Hauptsächlich aber sind die Schisandra Beeren in Südostasien und hier besonders im Reich der Mitte, in China verbreitet.

Historisches:

Schon in der Han-Dynastie, ca. 206 v. Chr. – 220 n. Chr. werden die Beeren das erste Mal urkundlich erwähnt. Seit ca. 2000 Jahren wird die Schisandra Beere traditionell in China verwendet. Ihr werden stärkende, kräftigende und vitalisierende Eigenschaften nachgesagt. Spirituell gesehen, soll sie Ausgeglichenheit und Harmonie spenden. Seit Jahrtausenden wird sie gezielt angepflanzt, gehegt und gepflegt. Ihr wurde der chinesische Name Wu Wei Zi gegeben, weil sie die Frucht der 5 Geschmacksrichtungen ist. Diese 5 Geschmacksrichtungen sind in einer Beere vereint und werden mit den 5 Elementen verglichen, welche wiederum das harmonische Zusammenspiel aller Organe in einem gesunden Körper widerspiegeln sollen. Sie stellen das Gleichgewicht der Harmonie im Allgemeinen und hier in dieser Schisandra Beere im Besonderen dar. Man assoziierte in der Vergangenheit und auch in der alten chinesischen Medizin, die auch heute noch eine wichtige Behandlungsart in China darstellt, die Elemente mit den Geschmacksrichtungen der Beeren wie im folgenden beschrieben:
Element Erde: süß, Element Feuer: bitter, Element Wasser: salzig, Element Holz: sauer, Element Metall: scharf.

Verwendung:

Ob als frische Frucht oder getrocknet- die Schisandra Beere ist ähnlich, wie ihre Verwandte, die Goji Beere zu verwenden.
Da die frischen Früchte recht ungewöhnlich für uns Europäer schmecken, sind sie natürlich ein reizvolles und interessantes Objekt, um unsere Geschmacksnerven zu stimulieren. Wie schon erwähnt, schmecken sie süß und sauer, bitter und scharf und auch salzig.
Die Schisandra Beeren können frisch zu Marmelade oder Sirup gekocht werden. Auch Getränke, ob anti-alkoholisch oder Likör, oder aber auch der einfache Goji Tee können aus den Beeren produziert werden. Diesen Tee der keine weiteren Zutaten enthält, sollte man allerdings etwas länger kochen als allgemein üblich: ca. 25 – 30 Minuten um unangenehme Bitterstoffe zu eliminieren. Andere Teezubereitungen gelten evt. bei Mischungen und sind in der jeweiligen Anweisung nachzulesen.
Die Beeren können auch zusammen mit Goji Beeren gemischt und verzehrt werden. Das kann sowohl mit frischen als auch mit getrockneten Beeren praktiziert werden. Als Verzehrsempfehlung gilt: pro kg Körpergewicht 1 Beere, ca. 2 gehäufte Teelöffel Schisandra Beeren allein oder mit 2 Teelöffel Goji Beeren mischen und verzehren.
Die Schisandra Beeren können auch mehrmals am Tage gekaut werden. Anzuraten ist dabei jeweils eine Menge zwischen drei bis 4 Beeren.